Nach der Kreuzfahrt in Sydney

Die älteste australische Metropole bietet wie nur wenige Städte in der Welt ein Cruise Terminal direkt im Zentrum – in der eindrucksvollen Umgebung neben der Harbour Bridge und gegenüber dem Sydney Opera House. Bei diesem Anblick kann man die Wartezeit beim Ausschiffen auf Deck genießen und überlegen, was man in den folgenden Tagen in Sydney so alles unternehmen kann. Crucero gibt Ihnen dazu einige Tipps.

Hin- und wegkommen

Der Kingsford Smith International Airport liegt nur neun Kilometer südlich des Zentrums und ist durch die Sydney Trains perfekt angebunden; Linie T2 fährt in einer Schlaufe innerhalb einer guten Viertelstunde zu den wesentlichen zentralen Punkten wie dem Kreuzfahrthafen Circular Quay. Mit nur einem Zwischenstopp sind die großen Flughäfen in deutschsprachigen Ländern wie Düsseldorf, Frankfurt, München, Wien und Zürich mit Sydney verbunden via Singapur (Singapore Airlines), Dubai (Qantas, Emirates), Hong Kong (Cathay Pacific), Bangkok (Thai) oder Abu Dhabi (Etihad). Von Europa in Richtung Osten empfiehlt sich ein längerer Stopover in einem Transithotel der genannten Flughäfen oder gleich in Verbindung mit einem mehrtägigen Aufenthalt. Auf der Rückreise nach Europa ist der Jetlag einfacher zu bewerkstelligen, dann reicht ein kurzer Zwischenhalt.

Kreuzfahrthafen

Das Overseas Passenger Terminal direkt am Circular Quay ist das Filetstück im riesigen Naturhafen Port Jackson. Praktisch jede Cruiseline möchte ihren Gästen die beeindruckende Ankunft an dieser Pole Position gegenüber der 500 m langen Harbour Bridge und dem berühmten Sydney Opera House ermöglichen. Wer hier nur auf einer Zwischenstation aussteigt, findet das historische Viertel mit seinen Marktständen und zugegebenermaßen auf Touristen zugeschnittenen Läden und Restaurants gleich hinter dem Terminal. Dieses wurde erst vor drei Jahren aufwändig ausgebaut, um Megaliner mit gut 4000 Passagieren aufnehmen zu können.

Die Schiffe werden jedoch immer größer: im Dezember 2016 hat die erst ein halbes Jahr zuvor in Papenburg/Ems fertiggestellte „Ovation of the Seas“ von Royal Carribean festgemacht. Und das nicht nur einmal, denn Sydney ist der aktuelle Heimathafen dieses derzeit viertgrößten Kreuzfahrtschiffs der Welt (348 m lang, 168.666 BRZ, bis zu 4900 Passagiere). Manche Gesellschaften haben sogar ganzjährig einige Schiffe hier positioniert wie die Carnival Spirit, P&O hingegen führt eine australische Tochterreederei mit eigenen Schiffen zugeschnitten auf den lokalen Markt. Die Kreuzfahrtszene boomt mit guten zweistelligen Wachstumsraten und spült munter Geld in die Kassen von Reedereien und trägt zur Wertschöpfung in der Stadt bei. Das hat allerdings seinen Preis, der Anlegeplatz gilt als einer der teuersten der Welt.

Seit 2013 legen kleinere Schiffe wie jüngst die Europa 2 nach einer Fahrt unter der Harbour Bridge am alternativen Landeplatz an der White Bay bei Balmain an, inzwischen existiert eine Fährverbindung bis Circular Quay. Und wenn an einzelnen Terminen zur Hochsaison alle Plätze belegt sind, ankern größere Schiffe vor dem Taronga Zoo und tendern zur White Bay wie Ende Februar Cunards Queen Elizabeth bei gleichzeitiger Abfertigung der Queen Mary 2 am Overseas Passenger Terminal.

Veröffentlicht in Crucero (Frankfurt), Ausgabe 1/2018, Dezember 2017, Seite 106-111

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